Die Merheimer Höfe
Der Fronhof
Der Fronhof ist wohl der älteste Hof in Merheim
und die Keimzelle des Dorfes. Vermutlich gehört er sogar
zu den ersten fränkischen Siedlungen im rechtsrheinischen
Köln.
Aus der merowingischen Eigenkirche des Hofes entstand
die Kirche St. Gereon, das
Patronatsrecht über die Kirche blieb aber weiterhin mit
dem Besitz des Fronhofes verbunden. Mit dem Grülshof zusammen war der Fronhof der
Haupträger der landwirtschaftlichen Tätigkeiten. Von
hier aus wurden die Ländereien zur Bearbeitung der
Dorfbewohner verteilt. Hier saß der Herr oder sein
Schultheiß, der Steuern und Abgaben erhob und Gericht
halten durfte. 1840 übernahm Freiherr Clemens von Eltz
Rübenach den Fronhof.
Mit den Pächtern Wellstein erfuhr der
heruntergekommene Hof ab 1904 eine neue Blüte. 1968 wurde
der Hof an die Stadt Köln verkauft und ab 1972 nicht mehr
bewirtschaftet.
Der Grülshof
Der Grülshof steht am Ende der
Rüdigerstraße. Er ist neben dem Fronhof der älteste Hof in Merheim.
Früher war er unter dem Namen Klosterhof bekannt. Es war
vermutlich dieser Hof der 1217 in Merheim von Graf Adolf von
Berg vor Antritt eines Kreuzzuges der Abtei Altenberg verkauft
wurde.
Bis zur Säkularisierung soll er von den
Klosterbrüdern der Abtei Altenberg bewirtschaftet worden
sein. Danach fiel er an Frankreich. 1806 erwarben die Eheleute
Küppers den Grülshof. Um 1820 beherbergte der Hof die
Merheimer Schule. Ab 1884 bewirtschaftete der Landwirt Bertram
Bröhl den Hof.
Der Grülshof verlor sowohl durch die Errichtung
des Exerzierplatzes auf der Merheimer Heide, als auch durch die
Bebauung der Rüdiger- und Grülshofstraße 1928
einiges Land. Auch bei dem Bau der Autobahn und des
Fliegerhorstes Ostheim wurde weiteres Land enteignet. Nach der
Erweiterung des Friedhofes war praktisch für eine
landwirtschaftliche Nutzung kein Land mehr vorhanden. 1989
wurde das Hofgebäude an den Malermeister Gerd Fischer
verkauft, der das alte Gebäude restaurierte.
Der Königshof
Der Königshof stand in der
Rüdigerstraße und ist abgerissen worden. heute
stehen dort Wohnhäuser.
Der Engelshof
Der Engelshof stand in der Rüdigerstraße.
Er wurde durch Nebauten ersetzt.
Der Esserhof
Der Esserhof steht in der Rüdigerstraße.
Heute steht nur noch das alte Wohnhaus, auf dem Rest des
Geländes stehen Wohnhäuser.
Der Kürtenhof
Der Kürtenhof lag am Anfang der
Abshofstraße. Dort wirtschaftete ein Kleinbauer mit
einigen Kühen. Der Hof exestiert heute nicht mehr.
Krips
Der Hof liegt an der Abshofstraße gegenüber
dem ehemaligen Abshof. Er ist in Wohn- und Gewerberäume
umgewandelt worden.
Der Abshof
Der Abshof lag an der nach ihm benannten Straße.
Heute nicht mehr vorhanden.
Der Fleperhof
Der Fleperhof liegt am Ende der Abshofstraße
nahe der Autobahn. Dort wird noch immer von Frau Fleper
Schafszucht betrieben.
Der Engelshof
Der Engelshof liegt an der Ostmerheimer Straße
gegenüber der Kirche. Früher hieß er
Herkenraths-Höfchen. Zuletzt von der Familie
Fröhlingsdorf bewohnt. Heute ein italienisches Restaurant
mit Hotel.
Abbildungen:[1] Das Merheimer Wappen, in
Auftrag gegeben vom Merheimer Geschichtskreis, entnommen dem
Buch "Merheim, ein Dorf zwischen Heide und Bruch - Band
3, 2003"
[2] Federzeichnung des Grülshofes, aus
"Merheim - Ein Dorf zwischen Heide und Bruch, 1997,
Seite 170
Quellen[1] "Merheim - Ein Dorf zwischen
Heide und Bruch", 1997
letzte Änderung: 27.03.2001
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